Mittwoch, 15. März 2017

"Danke für die Möglichkeit zu dienen"...




...so lautete die Antwort einer der Pastoren meiner Gemeinde hier vor Ort, nachdem ich ihn angefragt hatte bei unserem Familientag zu predigen. Er ist verantwortlich für einen großen Dienst unter den Ärmsten der Armen, oft unterwegs in abgelegenen Gebieten des Landes und Vater von zwei kleinen
Kindern. Ich hätte es verstehen können, wenn er uns eine Absage gegeben hätte.
Als wir die Einweihung unseres Mehrzweckgebäudes hatten, kam ich mit einem Mitarbeiter aus der Gemeinde ins Gespräch, der uns an diesem Tag mal wieder mit der Technik half. Ich
erfuhr, dass er direkt von der Nachtschicht zu unserer Einweihung kam, um uns (mit einem Lächeln auf dem Gesicht) zu
helfen! Sein Kommentar: "Das machen wir gerne. Meine Frau und ich sind immer bereit euch zu helfen."
Immer wieder höre ich solche Aussagen von Freunden aus der Gemeinde. Ich weiß, dass sie es ernst meinen und es nicht nur Floskeln sind. Es ist ihnen ein großes Anliegen, die Armen mit dem Evangelium zu erreichen, sie zu Jüngern zu machen und den
Kindern und Kranken zu helfen. Die dienende und demütige
Haltung der Leute berührt mich sehr.
Als ich vor Kurzem eine Frau in der Gemeinde ansprach und sie
fragte ob sie sich vorstellen könnte, regelmäßige Treffen für die Mütter der Kindergartenkinder durchzuführen, war ihre Antwort: "Das wäre ein Privileg!" Einige Tage später bekam ich während dem Frühstück eine sms von ihr:"Ich bin schon im Kindergarten und warte auf die Mütter. Ich beginne heute mit den Treffen."
Eine so gute Zusammenarbeit von einem missionarischen Dienst
und einer lokalen Gemeinde ist (leider) keine Selbstverständlichkeit und ein großer Segen für alle Beteiligten. Und für mich eine Gebetserhörung. Ich bin Gott sehr dankbar dafür.




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